Vernunft statt Polemik

Bundesministerin Schwesig will die E-Zigarette für Jugendliche verbieten.

Die Ministerin gab sich energisch: „Wir wollen verhindern, dass eine neue Kultur des Rauchens unter Kindern und Jugendlichen um sich greift“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) am 4. Dezember 2015 im Bundestag. das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf verabschiedet, um Jugendliche vor Gefahren des „Rauchens“ zu schützen – und zwar vor E-Shishas und E-Zigaretten. Diese sollen für Jugendliche verboten werden. Die E-Produkte seien gesundheitsgefährdend und ebneten den Weg in die Raucher-Karriere, so die Familienministerin. Dafür gab es breite Unterstützung. Auch das Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) begrüßt ein Verbot für Jugendliche unter 18 Jahren. „Die E-Zigarette ist ein Genussmittel und gehört als solches nicht die Hände von Kindern und Jugendlichen“ heißt es in einer Selbstverpflichtung des Bündnisses. Allerdings, und da scheiden sich die Geister, wird die Gesetzesinitiative offenbar auch genutzt, um en Passant die E-Zigarette als solches zu verunglimpfen – und deren Vertrieb und die generellen Nutzung weiter einzuschränken.

Laut Gesetzesentwurf soll beim Online-Vertrieb zweimal die Volljährigkeit überprüft werden. Eine Altersüberprüfung könnte bereits vor dem Besuch der Website zwingend sein – und zwar für jeden Kunden, ganz gleich welchen Alters. Das würde das Aus für die meisten kleinen und mittleren Betriebe bedeuten, da der Hauptvertriebskanal wegfiele. Denn 80 Prozent im E-Zigaretten-Handel werden online umgesetzt. Von einer „neuen Kultur des Rauchens“ kann darüber hinaus auch keine Rede sein. Zumal die E-Zigarette kaum Anziehungskraft auf Nicht-Konsumenten hat. Nach einer Studie des Zentrums für interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg sind 91 Prozent der Konsumenten ehemalige Tabakraucher, lediglich ein Prozent Neueinsteiger. Von den 3.320 Befragten waren übrigens nur vier jünger als 18 Jahre. Ein so genannter Gateway-Effekt liegt daher keineswegs vor. Auch der renommierte Suchtforscher Heino Stöver, Frankfurt University of Applied Sciences, kommt in einer noch laufende Studie, für die Jugendliche unter 18 befragt wurden, zu folgendem Zwischenergebnis: E-Zigaretten sind nicht „in“ oder „cool“ – und würden von Jugendlichen eher gemieden. Und der nach wie vor, auch in der Anhörung im Bundestag erhobene Vorwurf von der toxischen Wirkung der E-Zigarette ist längst widerlegt.

Kurz und gut: Ein Verbot der E-Zigaretten für Menschen unter 18 begrüßt das BfTG. Unverhältnismäßige Einschränkungen im Handel und Vertrieb, wie für den Online-Handel in dem zweistufigen Verfahren vorgesehen, werden jedoch entschieden abgelehnt. “Letztendlich geht es ja darum, dass E-Zigaretten nicht in die Hände von Minderjährigen gelangen dürfen und das ist mit einer Altersprüfung bei Übergabe der Sendung sichergestellt. Eine zusätzliche Altersprüfung vor dem Betreten des Internet-Shops, oder bei der Bestellung bringt keine höhere Sicherheit, sondern erschwert unnötig den Kauf einer E-Zigarette. Darüber freuen sich nur die großen Tabak-Konzerne.”, so Dustin Dahlmann, Vorsitzender vom BfTG.

 Für die heiße Phase der Gesetzgebung, die morgen im Bundestag beginnt, bleibt zu hoffen, dass Vernunft über Polemik siegt.

Die E-Zigarette birgt ein großes Potenzial zur Harm Reduction

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass im 21. Jahrhundert rund eine Milliarde Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums sterben werden. Es sei denn, sie hören mit dem Rauchen auf oder es geschieht sonst ein Wunder … Eine Milliarde Menschen – das sind etwa ein Siebtel der heutigen Weltbevölkerung!

E-Zigaretten gelten allgemein als weitaus weniger schädliche Alternative zu herkömmlichen Tabakzigaretten. Public Health England veröffentlichte am 19. August 2015 offizielle Studienergebnisse und kommt unter anderem zu dem Schluss, dass das Dampfen von E-Zigaretten zu 95% weniger gesundheitsschädlich ist als das Rauchen von Tabakzigaretten.

Nach vielen kontrovers geführten Diskussionen trauen sich auch Vertreter des öffentlichen Lebens und des Gesundheitswesens mehr und mehr, die Möglichkeiten, die sich durch einen Umstieg vom Rauchen auf Dampfen eröffnen, unvoreingenommen zu betrachten. Neueste Studien- und Forschungsergebnisse, die die gesundheitliche Unbedenklichkeit von E-Zigaretten-Dampf auf den menschlichen Körper belegen, tragen ihr Nötiges dazu bei.

Beim Dampfen wird ein mit Geschmacksstoffen angereichertes Liquid, das mit Nikotin oder auch ganz ohne konsumiert werden kann, elektronisch erhitzt und zum Verdampfen gebracht. Dieser Dampf wird inhaliert.

Beim Rauchen hingegen wird die Papierhülse mitsamt Tabak verbrannt. Der eingeatmete Rauch enthält eine Vielzahl hochgiftiger und teilweise krebserregender Verbrennungsstoffe wie z.B. Teer, Arsen und Kohlenmonoxid. Von diesen toxisch wirkenden Verbrennungsprodukten geht die größte Gesundheitsgefahr für den Raucher aus. Das enthaltene Nikotin spielt für gesundheitliche Folgen durch den Konsum von Tabak eine nur sehr nebensächliche Rolle. Schon im Jahr 1976 stellte der Universitätsprofessor Michael Russell in einer seiner wissenschaftlichen Arbeiten fest: “People smoke for nicotine but they die from the tar.”

Vertreter aus Wissenschaft und Forschung sowie des Gesundheitswesens sehen im Konsum von E-Zigaretten mittlerweile große Potentiale für eine weltweite ‘Tobacco Harm Redution’. Nicht zuletzt, weil an Raucher gerichtete Vernunfts-Appelle, doch bitte ‘einfach’ mit dem Rauchen aufzuhören, nur eine sehr geringe bis gar keine Wirkung zeigen. Gleiches gilt für die auf Zigarettenschachteln und Tabakverpackungen aufgedruckten Warnhinweise und Fotos von Gesundheitsschäden, die Raucher leider nicht davon abhalten, zum Glimmstängel zu greifen.

Die E-Zigarette rückt zunehmend in den Fokus, ein Schlüssel zur effizienten Schadensreduzierung zu sein. Mit ihr könnte vielen Rauchern mittel- und langfristig das Leben gerettet werden. Raucher zeigen sich bereitwillig für den Umstieg auf E-Zigaretten. Ca. 98% der Dampfer sind Ex-Raucher. Das Dampfen ahmt für sie ein ‘gewohntes’ Rauchritual nach, bei dem dem Körper Nikotin zugeführt wird. Zwar dient der E-Zigaretten-Konsum auch einer Suchtbefriedigung, sofern Liquids mit Nikotin gedampft werden, durch das Fehlen der gesundheitsgefährdenden Verbrennungsprodukte, trägt sie aber maßgeblich zu einer Tabakschadensreduzierung bei.

Es zeigt sich, dass viele Dampfer im Laufe der Zeit den Nikotingehalt ganz von allein reduzieren und mit Hilfe der elektrischen Zigarette sogar ein Leben ganz ohne Nikotin anstreben. Auch Experten sehen im Umstieg auf die Elektro-Zigarette die Chance einer vollständigen Nikotinentwöhnung.

E-Zigarette und Jugendschutz

Die Bundesregierung plant noch in diesem Jahr ein Verkaufsverbot von E-Zigaretten und E-Sishas an Jugendliche im Sinne des Jugendschutzes – und das ist auch gut so.

Alle Mitglieder des Bündnis für Tabakfreien Genuss e.V. (BfTG) setzen sich aktiv für einen stärkeren Jugendschutz ein und engagieren sich für die Schaffung einer diesbezüglich eindeutigen Gesetzeslage. Dazu gehört insbesondere, dass es nur Erwachsenen möglich sein soll E-Zigaretten zu erwerben und legal zu konsumieren.

Unsere eindeutige Zielsetzung ist es, für erwachsene Raucher eine sinnvolle Alternative zum Konsum stark gesundheitsgefährdender Tabak-Zigaretten zu bieten. Der Dampf einer E-Zigarette wirkt sich – mittlerweile unbestritten – und in Studien mit offiziellen Zahlen belegbar, zu 95% weniger gesundheitsschädlich auf den menschlichen Körper aus als der Rauch einer herkömmlichen Tabak-Zigarette. Für Umsteiger schafft die E-Zigarette die Möglichkeit, gesundheitliche Risiken zu minimieren und den hohen tabakbedingten Sterberaten (alle 6 Sekunden stirbt laut WHO weltweit ein Mensch an den Folgen seines Tabakkonsums) entgegenzuwirken.

Die Mitglieder des BfTG sind nicht daran interessiert, Jugendlichen einen Anreiz zum Dampfen zu bieten. Auch Umfragen haben bereits ergeben, dass ca. 98% aller Dampfer sowieso Ex-Raucher und nicht etwa Neueinsteiger sind, wlche zuvor noch nie mit nikotinhaltigen Produkten bzw. Tabak-Zigaretten in Berührung kamen. Dementsprechend gering dürfte grundsätzlich bereits die Zahl Jugendlicher sein, die überhaupt durch den Konsum von E-Zigaretten auf den Geschmack von Tabak kommen könnten.

Entgegen dieser Umfrageergebnisse wird jedoch dem Dampfen von Elektro-Zigaretten selbst in seriösen Medien ein möglicher Gateway-Effekt unterstellt, der sich wissenschaftlich allerdings in keinster Weise verifizieren lässt. Dieser vermeintliche Gateway-Effekt besagt, dass Dampfer ausgerechnet auf den Konsum von Tabak umsteigen, anstatt nachweislich belegt umgekehrt. Es sei dahingestellt, ob dem möglicherweise irgendwann einmal so sein könnte, nachweisen lässt sich ein solches Phänomen bis heute jedenfalls nicht.

Als Bündnis für Tabakfreien Genuss setzen wir uns jedoch natürlich auch prophylaktisch hierfür ein. Und wenn unser Einsatz ein solches ‘Gateway-Problem’ verhindert, machen wir uns selbstverständlich auch hierfür stark.

Erklärtes Ziel ist es deshalb, zu einer Rauchentwöhnung beizutragen, statt Konsumenten durch die e-Zigarette auf den Geschmack von Tabakprodukten zu bringen!

Für die Mitglieder des BfTG steht insofern fest: E-Zigaretten haben in den Händen von Kindern und Jugendlichen nichts zu suchen. Wir schaffen bewusst keinerlei Anreize, die Minderjährige zum Kauf einer E-Zigarette motivieren oder anregen, und sind als Fachhändler sehr darum bemüht, sie ausschließlich an Erwachsene zu vertreiben.

Das Bündnis für Tabakfreien Genuss e.V. ist selbstlos tätig, verfolgt als Verein also keine wirtschaftlichen, sondern ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Dabei setzen wir uns für den Jugendschutz genauso ein wie für den Verbraucherschutz. Zudem tragen wir zu einer objektiven öffentlichen Aufklärung und Risikobewertung von E-Zigaretten und Verdampferflüssigkeiten bei. Jugend- und Verbraucherschutz sind feste und wichtigste  Bestandteile unserer Satzung.

iSmokeSmart gewinnt Prozess gegen das DKFZ

Am 13. Oktober wurde vor dem Landgericht München I ein Urteil zugunsten eines deutschen E-Zigaretten Unternehmens „iSmokeSmart“ gefällt, das von sehr großer Bedeutung für den gesamten E-Zigaretten-Markt ist. Für das DKFZ hingegen bedeutet es eine schallende Ohrfeige: Die Kunden des Unternehmens dürfen auch weiterhin mit Äußerungen informiert werden, die von Martina Pötschke-Langer, der Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ, stammen!

Zum Hintergrund: Vor gut einem Jahr hatte Dr. Martina Pötschke-Langer Klage auf Unterlassung gegen den E-Zigaretten-Fachhandel iSmokeSmart eingereicht. Grund dafür war das korrekte Zitieren zweier Aussagen Pötschke-Langers in Werbematerialien des Münchner Unternehmens. Brisant, aber auch mutig, denn sie gehört wohl – völlig unbegründet – zu einer der größten E-Zigaretten-Gegnerinnen im Land.

Beide Zitate stammten aus einem Radiointerview, in dem sie auch öffentliche, durchaus positive Äußerungen über die E-Zigarette machte:

„[…] gegen die normale Zigarette, die eine solche Giftlast darstellt, stellt eine E-Zigarette ein vergleichsweise harmloses Produkt dar.“

„Es wird [bei der E-Zigarette] kein Tabak verbrannt. Es ist in dem Dampf von e-Zigaretten weder Teer, Kohlenmonoxid oder auch zahlreiche andere Kanzerogene enthalten, die aus dem Rauch einer herkömmlichen Zigarette ja dieses hochgefährliche Giftgemisch machen.“

(Quelle: Dr. Martina Pötschke-Langer (DKFZ), Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton Wissenschaft und Technik, 22.01.2012 | 11:05 Uhr)

Da die nachweisbare Richtigkeit der Zitate keinerlei Basis für eine Klage boten, wählte sie beziehungsweise das DKFZ einen geschickten Umweg über das Markenrecht, um die Aussagen von Pötschke-Langer aus der Öffentlichkeit verschwinden zu lassen. Dem Fachhändler für elektrische Zigaretten iSmokeSmart sollte via Klage das Nennen des Markennamens “DKFZ”, als auch des Namens “Dr. Marina Pötschke-Langer” gerichtlich untersagt werden. Diese Zitate hätten daher sowohl aus der Internetpräsenz, als auch aus den Werbeflyern zu verschwinden.

Das Landgericht München I wies die Klage des DKFZ gegen das E-Zigaretten-Unternehmen nun ab. Eine Markenrechtverletzung bestehe nicht. Bei der Verwendung der geschützten Namen und Kürzel des Deutschen Krebsforschungszentrums handele es sich nicht um eine unerlaubte Zeichennutzung, sondern um eine rein redaktionelle Markennennung. Da auch Urheber und Quelle der Zitate korrekt seien, werde nicht der Eindruck erweckt, dass diese Namen in einem Zusammenhang zu den beworbenen Produkten stehen.

Wir vom BfTG e.V. gratulieren iSmokeSmart ganz herzlich und freuen uns über das sachliche Urteil des Langericht München I.

Tabakgegner David Goerlitz deckt Lügen der WHO über die E-Zigarette auf

Als Ex-Model und Werbeträger für die Tabakmarke “Winston” wechselte David Goerlitz, nachdem er das Rauchen aufgab, die Fronten. Er avancierte 25 Jahre lang zu einer Symbolfigur für öffentliche Kampagnen gegen das Rauchen. Dafür wurde er sogar mit der Ehrenmedaille der WHO geehrt.

Diese Medaille hat er kürzlich an die Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, überraschend wieder zurückgeschickt. Seine Beweggründe für diese radikale Geste, mit der er sich stark von der WHO distanziert, erörtert Goerlitz in einem Exklusivinterview mit der eSmoking Association, dem polnischen Händlerverband für E-Zigaretten.

Bewusste Falschinformationen und Lügen durch die WHO

Der Ex-”Winston Man” ist zutiefst entsetzt über bewusst verbreitete Falschinformationen, fehlerhaften Studien und Lügen über E-Zigaretten und Dampfgeräte, die die WHO zugunsten einer korrumpierten Wirtschaft sogar verbieten lassen wolle. Die Begründung der WHO, das Dampfen bedeute eine Renormalisierung des Rauchens, sieht David Goerlitz als unwahr an. Sie stehe sogar offensichtlich im Widerspruch dazu, dass es schon Millionen Menschen mithilfe der elektrischen Alternative, die mindestens zu 95% weniger schädlich ist, geschafft hätten, vom Glimmstängel loszukommen. Mit der Geste, die ihm verliehene WHO-Ehrenmedaille zurückzugeben, wendet er sich entschieden von der Weltgesundheitsorganisation ab. Denn diese mache sich gegenüber Rauchern, die dem Konsum von Tabak abschwören wollen, weltweit schuldig.

Tabakmonopolisten werden zu Ungunsten der E-Zigarette geschützt

Im Interview räumt der leidenschaftliche Tabakgegner ein, dass er sich heute schäme, unwissentlich dabei geholfen zu haben, die Lügen der WHO weiter zu verbreiten. So weit er wisse, habe die WHO selbst nie ein Tabakverbot gefordert. Mit ihrer Haltung beschütze sie den Tabakgiganten Big Tobacco, der Milliarden-Bußgelder für Prävention, Aufklärung, Intervention und Raucherentwöhnung quasi aus der Portokasse zahlt. Die korrumpierende Organisation werde das Dampfen so lange als Sündenbock hinstellen, bis Big Tobacco auch das Monopol für E-Zigaretten und E-Dampfgeräte übernommen habe, so der Verdacht Goerlitz’.

Besonders kritisiert er auch die Behauptung der WHO, dass man nicht wisse, was in E-Liquids und E-Zigaretten ist. Es sei hinreichend in zahlreichen Studien von bekannten Forschern, Wissenschaftlern und Ärzten belegt worden, dass von den Inhaltsstoffen, die man z.B. auch in Lebensmitteln finde, keine Gefahr ausgehe. Und die verfälschten Studien seien längst als Mythen entlarvt worden.

Aus Angst Milliarden an Steuereinnahmen durch Tabak zu verlieren, schütze die WHO bis heute ein tödliches Produkt, das niemals verboten werden wird, so das Fazit vom resignierten David Goerlitz.

Belgien: „E-Zigarette hilft beim Rauchstopp“

Während der oberste belgische Gesundheitsrat “Conseil supérieur de la santé” vor zwei Jahren E-Zigaretten und deren Konsum noch sehr kritische beäugte, kommt er heute zu einem ganz anderen und vor allem positiven Ergebnis.

Nach eindringlicher Prüfung fast 200 neuer Studien rund um die elektrische Zigarette stellt der Gesundheitsrat im Oktober 2015 offiziell fest, dass sie nützlich gegen den Konsum von schädigendem Tabak sei. Sie helfe, so das Fazit des Gremiums, beim Rauchstopp und ermögliche Rauchern einen Ausstieg aus ihrer stark gesundheitsgefährdenen Raucherkarriere. Die Belgische Tageszeitung ‘Le Soir’ sieht in dieser längst überfälligen Erkenntnis ein kleine Revolution.

E-Zigaretten sind in Belgien nicht so frei im Fachhandel verkäuflich wie in Deutschland. Bisher dürfen sie nur in Apotheken verkauft werden und sie unterliegen den gleichen Werbeeinschränkungen wie Medikamente.

Das 40-köpfige Gremium aus Gesundheitsexperten setzt sich nun auf Basis ihrer neuen Erkenntnisse für eine Lockerung des Verkaufsrecht und eine werbliche Gleichstellung mit Tabakzigaretten ein.

Laut eines Berichts im Luxemburgischen Tageblatt, sehen es die belgischen Gesundheitsexperten als normal an, dass sie ihre Meinung über die E-.Zigarette geändert haben beziehungsweise aufgrund der Sachlage zwangsläufig ändern mussten. Die Ergebnisse seien eindeutig. So dürfe es nun auch nicht mehr erschwert werden, an E-Zigaretten zu kommen, während die viel gesundheitsschädlicheren Tabakzigaretten fast überall und ohne Umwege verfügbar seien.

Wir vom BfTG e.V. gratulieren allen Belgiern, die den Umstieg von der Tabak- auf die elektrische Zigarette in Zukunft ohne große Hürden in Angriff nehmen können! Für uns vom BfTG ist es höchst erfreulich, dass sich immer mehr unabhängige renommierte Gesundheitsexperten öffentlich für die E-Zigarette stark machen und ihre Potentiale anerkennen und fördern.

Clive Bates – E-Zigaretten, Dampfen und das Gesundheitswesen

Clive Bates ist einer der aktivsten Befürworter der E-Zigarette, ohne je selbst geraucht oder gedampft zu haben! Er hat keinerlei Interessenkonflikte in Bezug auf die Tabak-, Pharma- oder E-Zigarettenindustrie. Dennoch fällt seine Beurteilung sehr eindeutig zugunsten der elektrischen Zigarette aus. Als langjähriger Verfechter der Tabak-Schadenbegrenzung und Kritiker des Ansatzes zur Schadensbegrenzung, den Institutionen des öffentlichen Gesundheitswesens vertreten, macht er sich für die Etablierung der E-Zigarette im Kontext der tobacco harm-reduction und der bewussten, vor allem Fakten basierten Auseinandersetzung mit ihr stark.

Für sein Werk E-Zigaretten, Dampfen und das Gesundheitswesen hat Bates selbst nichts anderes gemacht, als sich detailliert mit Forschungsergebnissen zu beschäftigen und Fakten über die E-Zigarette zu sammeln. Mit seinem Fachwissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen möchte er Verbraucher, Einrichtungen des Gesundheitswesens und aufgeschlossene Forscher dazu animieren, sich sachlich und unvoreingenommen mit dem Thema E-Zigarette bzw. Dampfen und harm-reduction auseinanderzusetzen. Im speziellen Fall also mit der Tabak-Schadenbegrenzung.

Die exzellente Abhandlung E-Zigaretten, Dampfen und das Gesundheitswesen von Clive Bates gehört zur Pflichtlektüre für alle, die beim Thema E-Zigarette und Schadensbegrenzung mitreden wollen. Selbstbewusst folgen hinter dem Titel seines Werkes die Worte Zusammenfassung für Entscheider. Bates weiß um die Tragweite seiner Arbeit, die er als ausgesprochener Experte auf dem Gebiet liefert. Mit seiner fachlich höchst fundierten Abhandlung bringt er das Thema E-Zigarette essentiell, aber ebenso tiefgreifend und auf wissenschaftlichen Fakten basierend auf den Punkt.

Weiterführende Informationen zur Person:

Clive Gates leitet eine gemeinnützige Consulting- und Interessengruppe namens Counterfactual, die sich schwerpunktmäßig mit Nachhaltigkeit, verantwortungsbewusster Führung und der Entwicklung von Langzeitrichtlinien beschäftigt. Zuvor war er Regierungsrat und Vorsitzender der Anti-Raucher-Organisation Anti Action on Smoking and Health (ASH, London) und Gründungsmitglied der zivilgesellschaftlichen Framework Convention Alliance. Die nichtstaatliche Organisation wurde 1999 zur Unterstützung der WHO Framework Convention on Tobacco Control geschaffen. Bates ist unabhängig und setzt sich für erforderliche Änderungen der E-Zigaretten Richtlinien ohne jedes Eigeninteresse. Sein Einsatz dient ausschließlich dem gesellschaftlichen Gemeinwohl und der Schadensbegrenzung in Bezug auf stark gesundheitsgefährdende Tabakprodukte und deren Konsum.

Warum die ganze Irreführung um die E-Zigarette?

Es dürfte wohl feststehen, dass falsche Meldungen zur e-Zigarette und anschließende Diskussionen Interessen verfolgen, die offensichtlich nicht der Aufklärung und sachlichen bzw. wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Forschungsgegenstand E-Zigarette dienen sollen. Vielmehr wird die Öffentlichkeit mit solchen ‚Schreckensberichten‘ oder vermeintlich wissenschaftlichen Stellungnahmen, wie vom BfR, hochgradig und ganz bewusst manipuliert. Und das zu Gunsten von Unternehmen, die durch die Etablierung von E-Zigaretten, große wirtschaftliche Einbußen befürchten. Allen voran Tabakkonzerne, die Pharmaindustrie, aber auch Regierungen, die nur ungern auf die Einnahmen durch Tabaksteuern verzichten möchten!

Experten, wie Prof. Dr. Mayer, sehen in diesen Umständen, den eigentlichen Skandal unserer Gesellschaft: E-Zigaretten haben in seinen Augen ein „historisch einzigartiges Potential zur Tabakprävention“. Er konfrontiert öffentliche Organisationen des Gesundheitswesens, wie das DKFZ und das BfR, mit der Ungeheuerlichkeit, dass sie die Bevölkerung mit wissenschaftlich unhaltbaren Behauptungen lieber verunsichern, als dazu beizutragen, weltweit Millionen Menschenleben zu retten und Raucher zum Umstieg auf die E-Zigarette zu motivieren.

Dementsprechend fatal sind die Folgen, wenn in gezielten Kampagnen Schreckensmeldungen über den Konsum von elektrischen Zigaretten publiziert werden, die Raucher aus Angst am Umsteigen hindern. Jean-Francois Etter, Professor der Universität Genf, hat in diesem Zusammenhang einen Satz, über den wir alle – und insbesondere auch Meinungsmacher und Entscheider – noch einmal bewusst nachdenken sollten:

Weniger Raucher steigen um. Und wenn weniger umsteigen, sterben mehr.“

WHO verbreitet die Schreckensmeldung von Krebsgefahr durch E-Zigaretten

Selbst die Weltgesundheitsorganisation WHO beteiligt sich an derartigen Strategien und verbreitet bewusst Falschinformationen, die Menschen im Bezug auf die E-Zigarette beängstigen. Medien greifen solche Meldungen unreflektiert und ohne weitere Quellenrecherche auf und titeln prompt in reichweitenstarken Tageszeitungen mit ketzerischen Schlagzeilen.

Ende 2014 veröffentlichte die WHO eine Studie aus Japan, die nachweisen will, dass E-Zigaretten schädlicher sind als Tabak. Schlimmer noch: Im Dampf von 13 untersuchten E-Zigaretten soll eine 10-fach größere Menge an hoch krebserregendem Formaldehyd (ein Stoff, der bei einer Verbrennung entsteht, bei einer Verdampfung hingegen nicht!) gemessen worden sein als im Rauch von Tabakzigaretten. Ein echter Skandal!? Mitnichten!

Aber, wieso kam es überhaupt, zu einem solch‘ vernichtenden Ergebnis?

Der renommierte, sich seit Jahren mit der Elektro-Zigarette beschäftigende Kardiologe Dr. Farsalinos wurde hellhörig und erkundigte sich sofort nach Veröffentlichung bei dem japanischen Verfasser Dr. Naoki Kunugita über den genauen Studienablauf. Dabei kam heraus, dass die Studienergebnisse auf einem Versuchsaufbau basieren, bei dem die Verdampfer der elektrischen Zigaretten einer extremen Überhitzung ausgesetzt wurden. Eine Überhitzung, die auch bei einer nur halbwegs sachgemäßen Verwendung einer E-Zigarette gar nicht zustande kommen kann und die Nutzungsrealität in keinster Weise abbildet.

Dr. Farsalinos stellte bei Durchsicht der analysierten Daten zudem fest, dass lediglich bei einer der gesteteten und stark überhitzten E-Zigaretten eine leicht erhöhte Menge an Formaldehyd gemessen worden sei: Eine Konzentration, die allerdings nicht 10 Mal höher, sondern 6 Mal niedriger war als die im Rauch einer Tabakzigarette! Im Dampf aller anderen untersuchten E-Zigaretten konnte entweder gar kein Formaldehyd nachgewiesen werden oder eine Konzentration, die 50 Mal geringer war als im Tabakrauch.

Der kritische Blick des Kardiologen auf die vermeintlich dramatischen Studienergebnisse brachte eindeutig ans Licht, dass die öffentliche Meinungsbildung bewusst mit Falschinformationen durch die WHO, für die Dr. Kunugita arbeitet, bedient wurde. Statt einer Entschuldigung dafür, dass Verbraucher mit der angeblichen Krebsgefahr in die Irre geführt wurden, ging dieser erneut in die Offensive. Er verkündete gegenüber der Presse, dass es parallel zu der Studie ja noch ein unveröffentlichtes Testergebnis gebe. Genau bei diesem Test sei es zu dieser heftigen Entwicklung von dem stark gesundheitsgefährdenden Formaldehyd gekommen. Um welches E-Zigaretten Modell es sich dabei gehandelt haben soll, Hersteller und Bauart wurden nicht weiter benannt, konnte nicht geklärt werden – und zu einer Veröffentlichung dieses vermeintlichen Testergebnisses kam es selbstverständlich auch nie!

Bewusste Verbreitung von Falschinformationen über E-Zigaretten durch Gesundheitsorganisationen

Unterschiedliche Interessengruppen haben sich bekanntermaßen den Kampf gegen den Konsum von E-Zigaretten auf ihre Fahnen geschrieben. Es sind Interessengruppen, denen die Etablierung der elektrischen Zigarette aus rein wirtschaftlichen Gründen gegen den Strich geht und nicht etwa, weil sie eine gesundheitliche Gefahr für die Weltbevölkerung darstellt. Geld und Macht sind ihre einzige Motivation, die sie vehement mit höchst unlauteren Mittel verteidigen. Die E-Zigarette gefährdet Milliardeneinnahmen der Tabak- und Pharmaindustrie und stellt auch einen ernstzunehmenden Gegner für die Bundesregierung dar, die mit Geldern, die ihr die Tabaksteuer in die Kasse spült, wirtschaftet.

Immer wieder gibt es Meldungen über die E-Zigarette, die weder der öffentlichen noch gesundheitlichen Aufklärung dienen, sondern ausschließlich einem lobbyistischen Eigenzweck. Es werden bewusst Lügen und vermeintliche Horror-Meldungen verbreitet, die Menschen verunsichern und manipulieren sollen.