Mediziner und Politiker fordern mehr Aufklärung zur E-Zigarette

Ende Oktober fand im Mainzer Landtag eine mit Politikern und Wissenschaftlern hochrangig besetzte Diskussionsrunde zum Thema „Lifestyle-Krankheiten und Risiko von Gefäßerkrankungen“ statt. Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung: die Bedeutung der E-Zigarette für den Tabakstopp. Siehe Pressemeldung zur Veranstaltung.

Heute hat das unabhängige Informationsportal zur E-Zigarette eGarage einen sehr lesenswerten Artikel mit Video-Interviews einzelner Teilnehmer veröffentlicht. Es kommen zu Wort: Erwin Rüddel (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit im Bundestag, Professor Martin Storck, Direktor des Klinikums für Gefäß- und Thoraxchirurgie des Klinikums Mainz und Dr. Christian Mörchel, Veranstalter der Rathausgespräche und Allgemeinmediziner aus Mainz.

Erwin Rüddel sieht deutliche Unterschiede in der Bewertung der Tabakzigarette und der E-Zigarette, auch wenn es um das Thema Werbeverbot für E-Zigaretten gehe. Er kündigte weitere Diskussionen dazu im Bundestag an.

„Die E-Zigarette ist weniger schädlich, als wenn ich eine normale Zigarette rauche.“

Fakten kommunizieren
Prof. Storck stellt unter Verweis auf die britische Studie von Prof. Hajek heraus, dass „Begleitung und Coaching bei der Rauchentwöhnung wichtig“ seien. Durch den Wechsel vom Rauchen aufs Dampfen würden 90-95 Prozent der Schadstoffe wegfallen. Der Mediziner plädiert für eine politische Aufklärung zur E-Zigarette, da es im „Moment eine große Verwirrung über die Gefahren der E-Zigarette“ gäbe, die nicht auf Fakten beruhen. Auch eine Aufklärung der Politiker selbst sei wichtig, da das „drohende Werbeverbot nicht besonders hilfreich“ für die Förderung der Rauchentwöhnung wäre.

Prof. Storck macht in dem Interview vom 30. Oktober auch deutlich, dass die Erkrankungen und Todesfälle in den USA nicht mit der E-Zigarette zusammenhängen. Eine Tatsache, die am 8. November auch von offizieller Stelle in den USA verkündet wurde. Dazu hatte Prof. Storck bereits am 21. August in einem Artikel im Tagesspiegel kenntnisreich Stellung bezogen.

Auch der Veranstalter der Diskussionsrunde, Dr. Christian Mörchel, fordert gesundheitspolitische Stellen dazu auf, die Informationen zur E-Zigarette einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Abgerundet wird die Interviewreihe mit dem Anästhesiologen Dr. Peter Enders:

„Die E-Zigarette hat außer dem Nikotin keine schädlichen Substanzen“, die im Vergleich bei der Tabakverbrennung entstehen.

Wenn der Raucher vom Tabak loskomme, sei die E-Zigarette eine Alternative.

Fazit
Diese Form des Informationsaustausches von Wissenschaft und Politik kann viel zur Aufklärung um die deutlich weniger schädliche Alternative E-Zigarette beitragen. Wir würden uns wünschen, dass viele weitere dieser differenzierten Formate folgen.

2019-11-13T20:17:21+02:0013.11.2019|