DIE E-ZIGARETTE – EINE ECHTE ALTERNATIVE ZU TABAK2019-05-08T09:08:58+02:00

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Die E-Zigarette – Eine echte Alternative zu Tabak

Das Bündnis für Tabakfreien Genuss e.V. (BfTG) vertritt seit 2015 die klein- und mittelständischen Unternehmen der deutschen E-Zigaretten-Wirtschaft.
Als einziger Verband der Branche sind wir unabhängig von der Tabakindustrie. Wir setzen uns für einen fachlichen Dialog zu notwendigen Regulierungen, aber auch zum gesundheits- und wirtschaftspolitischen Potential der E-Zigarette ein.

Dieses Faktenpapier soll einen Beitrag zum fachlichen Dialog leisten und aufzeigen, dass die E-Zigarette helfen kann, den Tabakkonsum in Deutschland signifikant zu reduzieren.

Eigenständiges Produkt und kein Tabak

Die E-Zigarette ist ein anderes Produkt als die Tabak-Zigarette. Ebenso unterscheidet sie sich vom so genannten „Heated Tobacco“, der de facto ein Tabak-Produkt ist. E-Zigaretten enthalten zu 100% keinen Tabak. Sie verdampfen Liquids – aromatisierte Flüssigkeiten, die auch Nikotin enthalten können, aber nicht müssen. Dadurch werden deutlich weniger Schadstoffe als bei Tabakprodukten inhaliert (Harm Reduction).

Langzeitstudien: Deutliche Risikoreduzierung

E-Zigaretten sind laut der Gesundheitsbehörde Public Health England um 95% weniger schädlich als Tabak. Wissenschaftler der Universität Catania stellten in einer drei-Jahres-Studie keinerlei Beeinträchtigungen bei den aufwendig untersuchten Probanden fest, was eine weitere Langzeitstudie untermauerte. Andere Forscher bestätigen das geringere Risiko: Von 79 Schadstoffen im Tabakrauch treten 61 gar nicht beim Dampfen auf. [1]

Erwachsene dampfen – nicht Jugendliche

Das Einstiegsalter beim E-Zigarettenkonsum liegt bei etwa 31 Jahren, so das Institut für Therapieforschung (IFT). Laut dem Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS) lassen sich Befürchtungen, dass E-Zigaretten Jugendliche zum Rauchen verführen (sog. Gateway-Effekt), nicht bestätigen. Auch die Bundesdrogenbeauftragte bestätigt: Jugendliche konsumieren sehr selten regelmäßig E-Zigaretten. [2]

Gesundheit als Motiv – kein reiner Lifestyle

Der Großteil der Europäer sieht in der E-Zigarette eine hilfreiche Option zum Tabakstopp. Der Wunsch zur Verbesserung der Gesundheit ist treibende Kraft. Daher setzen z.B. England, Belgien, die Niederlande und die Schweiz in diversen Tabakstopp-Kampagnen auch auf das Dampfen. Eine Übersicht zu internationalen Kampagnen der Gesundheitspolitik finden Sie hier[3]

Keine Schädigung durch Passiv-Dampf

Laut dem Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut entspricht die gemessene Konzentration an Formaldehyd im E-Zigarettendampf der menschlichen Atemluft. Renommierte Institutionen wie die Universität Cassino, Cancer Research UK und der Wissenschaftliche Dienst des britischen Parlaments sehen kein Gesundheitsrisiko durch Passivdampf. [4]

Ex-Raucher als größte Konsumentengruppe

Die meisten Dampfer sind Ex-Raucher. Die Mehrheit von ihnen (90%) wechselt innerhalb eines Monats komplett zur E-Zigarette. Von denjenigen, die parallel noch Tabak-Zigaretten rauchen, reduzieren 96% signifikant den Tabak-Konsum. Nur sehr wenige Nichtraucher (etwa ein Prozent) beginnen überhaupt mit dem Dampfen. Zudem können Dampfer eine positive Wirkung auf den Tabak-Stopp von Rauchern ausüben. [5]

Unterstützen erfolgreich beim Tabakstopp

Raucher, die E-Zigaretten beim Tabakstopp einsetzen, haben eine um bis zu 60% höhere Erfolgsquote, als wenn sie Nikotinersatzpräparate wie Kaugummi oder Pflaster verwenden. Das bestätigen neue Forschungen. Experten schätzen, dass bislang über 6 Millionen Europäer mit der E-Zigarette vom Tabak loskamen und 9 Millionen damit den Tabakkonsum einschränken können. Vorteil: Dampfer werden zudem weniger rückfällig. [6]

Weltweites Umdenken pro E-Zigarette

Die gesundheitspolitischen Potentiale der E-Zigarette finden immer mehr Beachtung. Der britische Wissenschaftsausschuss unterstützt klar das Dampfen. Ebenso Gesundheits-NGOs wie etwa das National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Neuseeland kippte sein E-Zigarettenverbot und arbeitet an einer austarierten Regulierung. Der Schweizer Fachverband Sucht fordert ein Umdenken zum Dampfen als Mittel zum Tabak-Stopp.
Auch in Deutschland wäre mehr Aufklärung zur E-Zigarette wichtig. Nur ein Drittel der Bevölkerung hierzulande weiß, dass E-Zigaretten wesentlich weniger schädlich sind als Tabak. [7]

The Ministry of Health believes e-cigarettes have the potential to make a contribution to the Smokefree 2025 goal and could disrupt the significant inequities that are present. [8]

Das Faktenpapier liegt hier für Sie zum Download bereit.

 


 

[1] PHE: Evidence review of e-cigarettes and heated tobacco products, 2018, PHE publications number: 2018769 gov.uk;  PHE: E-Cigarettes, 2015, PHE publications number: 2015260 gov.uk; Cancer Research UK: Pressemitteilung 06.02.2017, cancerresearchuk.org; Polosa, Riccardo u.a.: Healthimpact of E-Cigarettes, Scientific Reports 17.11.2017, doi:10.1038/ s415 8-017-14043-2; O’leary, Renée u.a. Clearing the air, 2017, doi: 10.1186/s13643-016-0264-y
[2] IFT: Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurvey 2015, 2017, ift.de; ZIS: Konsumgewohnheiten; Drogen- und Suchtbericht 2017, drogenbeauftragte.de
[3] Special Eurobarometer 429, 2015, ec.europa.eu; „Stoptober“-Kampagne: nhs.uk/oneyou/stoptober
[4] Schripp, Tobias u.a.: Does e-cigarette consumption cause passive vaping?, Indoor Air 1/2013, doi:10.1111/j.1600-0668.2012.00792.x; Scungio, Mauro u.a.: Measurements of electronic cigarette-generated particles, JAeroSci, Januar/2018, doi.org/10.1016/j.jaerosci.2017.10.006; House of Parliament: Postnote Nr.533 August 2016, parliament.uk
[5] ZIS: Konsumgewohnheiten und Motive von E-Zigaretten-Konsumenten in Deutschland, 2016, bundesgesundheitsministerium.de
[6] Brown, Jamie u.a.: Real-world effectiveness of e-cigarettes, Addiction 9/2014, doi:10.1111/add.12623; Hajek, P. u.a.: A Randomized Trial, N Engl J Med Februar/2019, doi:10.1056 /NEJMoa1808779; Farsalinos, K. u.a.: Electronic cigarette use in the European Union, Addiction 11/2016, doi:10.1111 /add.13506; Notley, C. u.a.: Vaping, Drug and Alcohol Review Januar/2019, doi.org/10.1111/dar.12876
[7] HoC: E-Cigarettes. Seventh Report of Session 2017-19, 2018, parliament.uk; BPS: News 09.10.2017, bps.org.uk; NICE: News 28.03.2018, nice.ok.org; MoH: Supporting smokers to switch, 2019, health.govt.nz; Interview Prof. Storck, 28.11.2018, egarage.de; RANZCP: News 20.07.2017, ranzcp.org; Fachverband Sucht u.a.: Verdampfen statt verbrennen, 2017, fachverbandsucht.ch; Atzendorf, J. u.a.: E-Zigaretten, Bundesgesundheitsbl 11/2018, doi.org/10.1007/s00103-018-2822-z
[8] Ministry of Health New Zealand, Vaping (Eintrag 11.10.2017), health.govt.nz