Studien

Um das hochgespielte Gefahrenpotential der E-Zigarette weiter aufrecht zu erhalten, wird von Gegnern der E-Zigarette oft behauptet, dass es keine Studien zu E-Zigaretten bzw. zur Inhalation deren Inhaltsstoffe gäbe. Weltweit forschen Wissenschaftler jedoch schon seit mehreren Jahren an elektronischen Zigaretten und es gibt zu diesen und deren Inhaltsstoffen mittlerweile weit mehr als 200 Studien.

Hier finden Sie eine Auswahl wichtiger Studien der Wissenschaft zu E-Zigaretten und e-Liquids, inklusive deren Inhaltsstoffe:

Propylenglykol

Schon seit 1947 wird die inhalative Wirkung von Propylenglykol untersucht. Dadurch gibt es mittlerweile eine Fülle von wissenschaftlichen Daten über diese Substanz. Die häufigste Anwendung findet PG in Kosmetika, Nahrungsmitteln und Arzneimitteln. Im Folgenden finden Sie eine der ersten aussagekräftigen Studien von O. H. Robertson (Department of Medicine, University of Chicago, USA), welche nachgewiesen hat, dass eine Inhalation von Propylenglykol keinerlei Auswirkungen auf den Organismus zeigte.

Auch in der folgenden Studie aus dem Jahr 2011 von Dr. Michael S. Werley (Altria Client Services, Inc., Center for Research and Technology, Richmond, VA, USA), Prof. Dr. Peter Byron (Virginia Commonwealth University, Department of Pharmaceutics, Richmond, VA, USA) et al. wurde die Unbedenklichkeit bzgl. einer Inhalation von Propylenglykol erneut nachgewiesen:

Glyzerin

Auch Glyzerin ist ein Stoff, der seit sehr langer Zeit als sicher eingestuft wird und deshalb die Basis vieler Produkte bildet, die am und im Menschen angewendet wird. In folgender Information können Sie nachlesen, dass Glyzerin keine mutagene Wirkung zeigt und durch die extrem hohen LD50-Werte für den Menschen ungefährlich ist (United Nations Environment Programme – UNEP):

Für den Inhaltsstoff Glyzerin wurde bereits in einer Studie aus dem Jahr 1982 von den Wissenschaftlern Yolanda S. Stein, Michael Jerry Antal Jr. und Maitland Jones jr. (Princeton University, USA) eindeutig nachgewiesen, dass dies auch sicher bis zu höheren Temperaturen verwendet und inhaliert werden kann.

Nikotin:

Seit langem wird fälschlicherweise verbreitet, dass Nikotin der suchterzeugende Stoff in Tabak-Zigaretten ist. Seit einiger Zeit bringt die Wissenschaft jedoch mehrere Gegenbeweise für diese These, denn Nikotin führt nur zusammen mit anderen Stoffen (als Gemisch – z.B. im Tabakrauch) zu einer Abhängigkeit. In den folgenden Links befindet sich hierzu eine Studie aus dem Jahr 2009 von Dr. Christophe Lanteri (Université Pierre et Marie Curie, Paris, Frankreich) und Sandra Jimena Hernández Vallejo (Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale, Paris, Frankreich) et al. sowie eine Studie aus dem Jahr 2003 von Joanna S. Fowler (Chemistry Department, Brookhaven National Laboratory, Upton, NY, USA) et al.

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Nikotin hat sogar einige positive Eigenschaften, gerade auf die Leistungen des menschlichen Gehirns. Hierzu gab es bereits eine aussagekräftige Studie aus dem Jahr 2001 von Dr. Amir H. Rezvani (Department of Psychiatry and Behavioral Sciences, Duke University Medical Center, Durham, NC, USA) et al., eine Studie im Jahr 2004 von Dr. Tabitha M. Powledge (PLoS Biol.), sowie eine Studie aus dem Jahr 1992 von Prof. Dr. David M. Warburton (Department of Psychology, University of Reading, Reading, UK).

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Schadstoffe:

In dieser 2009 durchgeführten neuseeländischen E-Zigaretten-Studie von Dr. Murray Laugesen (Health New Zealand Ltd, Christchurch, NZ) wird der Schadstoffgehalt einer herkömmlichen Tabak-Zigarette mit dem einer E-Zigarette verglichen. Tabak-Zigaretten weisen hierbei einen wesentlich höheren Gehalt an Gesamtschadstoffen auf.

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Diese im Jahr 2014 durchgeführte amerikanische Untersuchung von Dr. Stephen S. Hecht (PhD, Masonic Cancer Center, University of Minnesota, Minneapolis, MN, USA) vergleicht den Schadstoffgehalt im Urin von Rauchern mit dem Schadstoffgehalt im Urin von E-Zigaretten-Nutzern. Die Wissenschaftler finden eine deutlich geringere Belastung bei Nutzern von E-Zigaretten.

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Auswirkungen auf menschliches Gewebe / auf den menschlichen Körper:

Der Wissenschaftler Prof. Dr. Riccardo Polosa der Universität von Catania (Italien) hat im Jahr 2015 akute Auswirkungen von E-Zigaretten-Dampf auf den Respirationstrakt des Menschen untersucht, und kann keine negativen Auswirkungen feststellen. Es wird empfohlen, diese Ergebnisse in die Regulierung von E-Zigaretten einfließen zu lassen.

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In dieser Studie aus dem Jahr 2015 von Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter C. Dartsch (Dartsch Scientific – Institut für zellbiologische Untersuchungen, Schongau, Deutschland) wurde die Auswirkung von Tabak-Rauch bzw. Dampf einer E-Zigarette auf Zilienzellen des Respirationstraktes erforscht. Die Zilienbewegung ist einer der wichtigsten Schutzmechanismen des Bronchialtraktes und wird durch Tabakrauch stark geschädigt. Deshalb sind Tabakraucher auch sehr anfällig gegen Erkältungskrankheiten. Demgegenüber werden die Zilien nicht vom Dampf einer E-Zigarette geschädigt.

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Im Jahr 2014 wurde die Akuttoxizität von E-Zigaretten an menschlichen Lungenzellen von Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter C. Dartsch getestet. Hierbei kann man sehen, daß der Liquid-Dampf (auch bei höchsten und unrealistischen Konzentrationen) die Zellen in ihrer Funktionsfähigkeit nur minimal einschränkt. Dagegen führt Tabakrauch schon bei niedrigen Konzentrationen zum völligen Absterben der Lungenzellen.

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Auch die Langzeittoxizität wurde 2014 bereits von Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter C. Dartsch an menschlichen Lungenzellen untersucht. An Zellen kann man, bedingt durch den schnellen Lebenszyklus, effektive Langzeituntersuchungen durchführen. Hier wurde bewiesen, dass E-Zigaretten nicht zu einer Abnahme der Zellaktivität führen, im Gegensatz zu Tabakrauch, der schon bei niedrigen Konzentrationen zu starken Beeinträchtigungen führt.

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Die mutagene Wirkung des Dampfes einer E-Zigarette wurde 2015 mithilfe des AMES-Tests (Standardtest für DNA-Veränderungen von Stoffen in der Pharmakologie und nach REACH-Verordnung) von Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter C. Dartsch untersucht. Es zeigt sich, dass e-Liquid (Verdampfer-Flüssigkeit) auch bei höheren Dosen keine DNA-verändernde Wirkung hat. Bei Tabakrauch hingegen steigt die mutagene Wirkung deutlich mit steigender Dosis.

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Direkter Vergleich zwischen E-Zigaretten-Dampf und Tabak-Rauch:

Dampf einer E-Zigarette:

Der Dampf einer E-Zigarette wurde in ein wässriges Medium eingeleitet. Dieses Medium wurde zu einer Kultur menschlicher Lungenzellen gegeben und das Zellverhalten über einen Zeitraum von 10 Stunden im Zeitraffer aufgezeichnet. Hier sieht man keine Schädigung der Zellkultur und erkennt normale Zellteilungen (Mitosen), Zellwanderungen und nur ganz wenige absterbende Zellen.

Tabakrauch:

Hier wurde Tabakrauch in ein wässriges Medium eingeleitet. Dieses Medium wurde zu einer Kultur menschlicher Lungenzellen gegeben und das Zellverhalten über einen Zeitraum von 10 Stunden im Zeitraffer aufgezeichnet. Man sieht deutlich, dass die Zellen nach bereits 4 Stunden mit einem Stopp von Zellteilung und Zellwanderung reagieren und sich dann vermehrt abrunden. Schließlich sind alle Zellen abgestorben.
In der folgenden Studie aus dem Jahr 2014 von Prof. David J. Nutt (Imperial College London, UK) et al. wird das Risiko der E-Zigarette im Vergleich zu einer herkömmlichen Tabak-Zigarette ausführlich bewertet – mit folgendem Ergebnis: Das relative Risiko der Tabak-Zigarette liegt bei 100, das der E-Zigarette liegt bei 4.

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Wenn ein Raucher auf das Dampfen einer E-Zigarette umsteigt, reduziert dieser die Schadstoff-Aufnahme im Vergleich zum Tabakraucher überaus deutlich, so eine Studie aus dem Jahr 2014 von Dr. Maciej Lukasz Goniewicz (Department of Health Behavior, Division of Cancer Prevention and Population Sciences, Roswell Park Cancer Institute, Buffalo, NY, USA) et al.:

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Passivdampf:

Es wurde in einer 2015 durchgeführten Studie von Dr. Grant O’Connell (Fontem Ventures B.V., Amsterdam, Niederlande) et al. die Luftqualität vor und nach dem Konsum einer E-Zigarette untersucht. Sämtliche gemessenen Werte waren deutlich unterhalb der zulässigen, geltenden Grenzwerte für Raumluftbelastungen in Innenräumen / Arbeitsplätzen.

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Auch diese Studie aus dem Jahr 2012 von Dr. Tobias Schripp (Department Material Analysis and Indoor Chemistry, Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI), Braunschweig, Deutschland) et al. kommt zu dem Schluss, dass bei elektronischen Zigaretten keinerlei schädigender Passiv-Dampf existiert. Die gemessene Konzentration an Formaldehyd lag unter der Nachweisgrenze und entsprach dergleichen Menge an Formaldehyd, welche in der normalen Atemluft des Menschen gemessen werden kann (natürlicher Metabolismus). Daher geht Dr. Tobias Schripp davon aus, dass die gemessene Konzentration an Formaldehyd nicht von der e-Zigarette selbst freigesetzt wurde, sondern rein natürliche bzw. menschliche Ursachen hat.

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