DIE E-ZIGARETTE – EINE ECHTE ALTERNATIVE ZU TABAK

Das Bündnis für Tabakfreien Genuss e.V. (BfTG) vertritt seit 2015 die klein- und mittelständischen Unternehmen der deutschen E-Zigaretten-Branche. Wir sind unabhängig von der Tabakindustrie und setzen uns für einen sachlichen Dialog zu notwendigen Regulierungen, aber auch zum gesundheits- und wirtschaftspolitischen Potential der E-Zigarette ein.

Dieses Faktenpapier soll einen Beitrag zum fachlichen Austausch leisten und aufzeigen, dass die E-Zigarette helfen kann, den Tabakkonsum in Deutschland signifikant zu reduzieren.

Eigenständiges Produkt statt Tabakware

Die E-Zigarette ist ein anderes Produkt als die Tabak-Zigarette. Ebenso unterscheidet sie sich vom so genannten „Heated Tobacco“ und der „Hybrid-Zigarette”, die de facto auch ein Tabak-Produkt sind. E-Zigaretten sind zu 100% tabakfrei. Sie verdampfen Liquids – aromatisierte Flüssigkeiten, die auch Nikotin enthalten können, aber nicht müssen. Dadurch werden deutlich weniger Schadstoffe als bei Tabakprodukten inhaliert (Harm Reduction).

Schadstoffe

Deutliche Risikoreduzierung bestätigt

Laut der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England sind E-Zigaretten um 95% weniger schädlich als Tabak-Zigaretten. Forscher bestätigen des Weiteren: Von 79 Schadstoffen im Tabakrauch treten 61 erst gar nicht bei E-Zigaretten auf. Die Europäische Chemikalienagentur attestiert zudem kein Risiko für die Atemwege durch Propylenglykol.1

Keine Schädigung durch Passiv-Dampf

Einer Analyse des Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Instituts zufolge entsteht bei E-Zigaretten kein schädigender Passiv-Dampf. Die gemessene Konzentration an Formaldehyd lag unter der Nachweisgrenze und entsprach der gleichen Menge wie der normaler Atemluft des Menschen. Auch der wissenschaftliche Dienst des britischen Parlaments stellt kein signifikantes Gesundheitsrisiko fest.2

Ex-Raucher als größte Konsumentengruppe

Die meisten Dampfer sind Ex-Raucher. Die Mehrheit von ihnen (90%) wechselt innerhalb eines Monats komplett zur E-Zigarette. Von denjenigen, die parallel noch Tabak-Zigaretten rauchen, reduzieren zu 96% den Tabak-Konsum signifikant. Nur sehr wenige Nichtraucher (etwa ein Prozent) beginnen überhaupt mit dem Dampfen.3

Konsumenten

Erwachsene Dampfer – keine Jugendlichen

Das Einstiegsalter beim E-Zigarettenkonsum liegt bei etwa 31 Jahren, so das Institut für Therapieforschung (IFT). Laut dem Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS) lassen sich Befürchtungen, dass E-Zigaretten Jugendliche dem sog. Gateway-Effekt nach zum Rauchen verführen, nicht bestätigen.3

IFT: Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurvey 2015, 2017,  ift.de

IFT: Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurvey 2015, 2017,
ift.de

Gesundheit ist Motiv – nicht Lifestyle

Der Großteil der Europäer sieht in der E-Zigarette ein hilfreiches Mittel zum Tabakstopp.

Motivation

Der Wunsch zur Verbesserung der Gesundheit ist treibende Kraft. Zu Recht: 74% der Umsteiger nehmen mit dem Wechsel z.B. allgemeine positive Gesundheitseffekte wahr. Imagegründe sind dagegen marginal.4

Sichtbare Unterstützung beim Tabakstopp

ErfolgsquoteRaucher, die E-Zigaretten beim Tabakstopp einsetzen, haben eine um 60% höhere Erfolgsquote, als Umsteiger auf konventionelle Nikotinersatzpräparate wie Kaugummi oder Pflaster. Allein 2015 schafften 18.000 Personen in Großbritannien den Tabakausstieg mit Hilfe der E-Zigarette. Die E-Zigarette ist nicht nur die risikoärmere Alternative zu Tabak. Sie stellt auch eine wirksame Hilfe beim Tabakstopp dar, die das Vertrauen der Konsumenten besitzt.5

Geschmacksvielfalt hilft bei Rauchentwöhnung

Die Geschmacksvielfalt ist neben der Bedürfnisbefriedigung ein primärer Beweggrund von Rauchern für den Wechsel zur E-Zigarette. Ein Basisgrundstoff dieser Vielfalt ist Menthol. Dieses hat keine die Gesundheit beeinträchtigenden Effekte, sondern dient allein der Geschmacksaufhellung. Das bestätigt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):
„E-Zigaretten setzen keine reizenden und irritierenden Verbrennungsprodukte frei, deren Wirkung durch Zusatzstoffe maskiert werden müsste. Eine durch Menthol erleichterte Inhalation ist bei diesen Produkten daher deutlich weniger relevant als bei Tabakzigaretten.“ 6
1PHE: E-cigarettes, 2015, PHE publications gateway number: 2015260, gov.uk; Cancer Research UK: Pressemitteilung 06.02.2017, cancerresearchuk.org; O’leary, Renée u.a. Clearing the air, 2017, PROSPERO registration CRD42015025267; ECHA: News Alert ECHA/NA/16/37 (Annex), echa.europa.eu
2 Schripp, Tobias u.a.: Does e-cigarette consumption cause passive vaping?, Indoor Air 1/2013, doi:10.1111/j.1600-0668.2012.00792.x; House of Parliament: Postnote Nr.533 August 2016, parliament.uk
3 ZIS: Konsumgewohnheiten und Motive von E-Zigaretten-Konsumenten in Deutschland, 2016, bundesgesundheitsministerium.de
4 Special Eurobarometer 429, 2015, ec.europa.eu; Farsalinos, K. u.a.: Characteristics, Perceived Side Effects and Benefits of Electronic Cigarette Use, Int. J. Environ. Res. Public Health 4/2014, doi:10.3390/ijerph110404356
5 Cancer Research UK: News Report 20.05.2017, cancerresearchuk.org; Brown, Jamie u.a.: Real-world effectiveness of e-cigarettes, Addiction 9/2014, doi:10.1111/add.12623; Royal College of Physicians: Nicotine without smoke, 2016, rcplondon.ac.uk; Beard, Emma u.a.: Association between electronic cigarette use, BMJ 2016, doi:10.1136/bmj.i4645
6 BfR: Stellungnahme Nr. 045/2015, bfr.bund.de; Wagener, Theodore u.a.: Examining the Smoking and Vaping Behaviors, Tob. Prev.
Cessation 5/2016, doi:10.18332/tpc/65150

Das Faktenpapier liegt hier für Sie zum Download bereit.