Erste Langzeitstudie zum E-Zigaretten-Konsum: Keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen nachweisbar

Keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen nachweisbar

© yodiyim – fotolia.com

  • Auch bei Intensiv-Nutzern von E-Zigaretten konnten weder Schädigungen der Atemwege noch Herz-Kreislaufprobleme festgestellt werden. Veröffentlichung im Fachmagazin „Nature“
  • Prof. Polosa: „Keine signifikanten Veränderungen“ bei der Gesundheit der Testpersonen
  • Das wissenschaftliche Design der Studie öffnet die Tür für weitere wissenschaftliche Untersuchungen

Unter der Überschrift „Health Impact of E-Cigarettes“ hat das renommierte Fachmagazin „Nature“ vor kurzem die Ergebnisse der ersten vergleichenden Langzeitstudie zum regelmäßigen Konsum von E-Zigaretten veröffentlicht (siehe: www.nature.com/articles/s41598-017-14043-2). Ihre Ergebnisse lassen aufhorchen: Selbst bei Intensiv-Nutzern von E-Zigaretten konnten keinerlei Nachweise für eine beginnende Schädigung von Lungen und Bronchien gefunden werden. Auch gibt es keinerlei Hinweise auf Veränderungen beim Blutdruck oder der Herzfrequenz der Testpersonen. Untersucht wurden elf Männer und fünf Frauen über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren.

Durchgeführt wurde die Langzeitstudie von Prof. Dr. Riccardo Polosa und einem Team weiterer Wissenschaftler. Prof. Polosa ist Direktor des Instituts für Innere Medizin und Klinische Immunologie an der Universität Catania in Italien. Darüber hinaus ist er verantwortlicher Wissenschaftler am Zentrum für Tabak-Forschung der Universität Catania und Ehrenprofessor für Medizin an der Universität Southampton, Großbritannien. Das Online-Branchenmagazin „Vapers Guru“ hat bereits ausführlich berichtet (siehe: www.vapers.guru/2017/11/22/langzeitstudie-keine-schaeden-durch-e-zigarette/ ).

Bemerkenswert ist die Studie nicht nur wegen ihres eindeutigen Ergebnisses, sondern auch wegen ihres wissenschaftlichen „Designs“ – also der klar definierten Umstände, Rahmenbedingungen und Parameter. Es ist generell eine Herausforderung, die Folgen des Dampfens mit denen des Rauchens sowie der Dampf- und Rauchabstinenz zu vergleichen. Die Gründe dafür sind leicht zu verstehen: Ein Großteil der Dampfer sind ehemalige Raucher. Prof. Polosa hat daher medizintechnische Verfahren wie z.B. Computertomographie, regelmäßige Gesundheitschecks und detaillierte Dokumentation des Dampf- und Rauchverhaltens eingesetzt. Es wurden also eine Fülle von Parametern  in der Studie berücksichtigt.

Polosas Studie stößt in der Dampfer- und Fach-Community weltweit auf reges Interesse. Weitere Einblicke in seine Forschung bietet Polosa unter anderem im britischen E-Zigaretten-Blog „Ashtray“, wo er zu Fragen rund um die Studienergebnisse Rede und Antwort (Link: https://www.ecigarettedirect.co.uk/ashtray-blog/2017/11/e-cigs-long-term-lung-harm-professor-polosa.html).

Dustin Dahlmann, Vorsitzender des Bündnis für Tabakfreien Genuss, zur Studie: „Von den Gegnern der E-Zigarette wird seit Jahren gefordert, man brauche vergleichende Langzeituntersuchungen, um etwas über die angeblichen Gefahren des Dampfens sagen zu können. Wir vom Bündnis für Tabakfreien Genuss sind gespannt darauf, wie sich die Gegner der E-Zigarette zu der neuen Studie von Prof. Polosa und seinem Team verhalten werden. Das Ignorieren der Tatsache jedenfalls, dass E-Zigaretten weit weniger schädlich sind als Tabakprodukte, dürfte erneut schwieriger geworden sein.“