Branchen Appell an die Politik überreicht

BfTG e.V. Vorsitzender Dustin Dahlmann übergibt den Appell Ursula Schulte, SPD-Bundestagsfraktion

  • Das BfTG hat sich mit einem politischen Appell zur Förderung der E-Zigarette an die zukünftige Bundesregierung gewandt.
  • Kernforderung ist, die Potentiale der E-Zigarette für Gesundheit und Wirtschaft zu unterstützen.
  • Der von der breiten Branche getragene Aufruf hat wichtige Köpfe in entscheidenden Ausschüssen und Arbeitskreisen erreicht.

Der Anfang des Jahres gestartete Appell hat mit 48 unterzeichnenden Unternehmen die breite Rückendeckung der deutschen Dampferbranche und bringt die Kernforderungen der E-Zigarettenwirtschaft auf den Punkt: Die Bundesregierung muss die Potentiale der E-Zigarette für Gesundheit und Wirtschaft anerkennen und fördern.

Forderung nach mehr institutioneller Unterstützung für die E-Zigarette

Während Staaten wie Großbritannien das gesundheitspolitische Potential der E-Zigarette als Weg aus dem Rauchstopp erfolgreich in groß angelegten Informationskampagnen nutzen, wird in Deutschland immer wieder über EU-Direktiven hinausgehende Alleingänge nachgedacht. Das BfTG fordert daher von den Regierungsparteien, mit Informationskampagnen zum Gesundheitspotential der E-Zigarette aufzuklären und von einer zur Tabakzigarette analogen Besteuerung abzusehen. Die Forderungen im Überblick:

1. Die Anerkennung des Potenzials zur gesundheitlichen Schadensminimierung (Harm Reduction) durch die E-Zigarette.

2. Den Stopp der weiteren Gleichsetzung der E-Zigarette mit der Tabakzigarette.

3. Die Förderung von Aufklärungs- und Informationskampagnen für den Umstieg vom Rauchen auf die E-Zigarette.

4. Keine regulatorischen nationalen Alleingänge.

BfTG Appell räumt mit populären Irrtümern um die E-Zigarette auf

Der Aufruf stützt sich auf fundierte Fakten aus der Wissenschaft: Der laut britischer Gesundheitsbehörde rund 95 Prozent weniger schädliche Dampf der E-Zigarette bietet Rauchern einen bedeutenden Ausweg aus dem Tabakkonsum, der bei 90 Prozent der Umsteiger zu einem kompletten Rauchstopp führt, wie das britische Krebsforschungszentrum, Cancer Research UK, belegt. Neben vielen internationalen Wissenschaftlern stellen auch Deutsche Suchtforscher darüber hinaus fest, dass das Durchschnittseinstiegsalter eines E-Zigarettennutzers bei etwa 31 Jahren liegt und die E-Zigaretten keinesfalls zum Einstieg in den Tabakkonsum führt.

Positive Resonanz in Berlin

Um diese Botschaft in der GroKo in spe zu festigen, hat der BfTG Vorsitzende den Appell nun in Berlin an verschiedene Entscheider überreicht. So hat MdB Ursula Schulte, Berichterstatterin zur Tabakpolitik und der TPD 2 in der SPD-Bundestagsfraktion, den Aufruf persönlich entgegen genommen; genauso wie Stefan Münzner, dem Geschäftsführer des unternehmerfreundlichen Seeheimer Kreises der SPD, dem auch die derzeitige Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries angehört. Der Appell wurde seitens der CDU-Fraktion von MdB Christoph de Vries entgegen genommen. De Vries hat sich viel Zeit genommen, um mit dem BfTG Vorsitzenden die wirtschaftlichen Chancen durch die E-Zigarette zu erörtern.

Insgesamt hat der Appell bei den Gesprächspartnern in Berlin einen produktiven Austausch mit viel Interesse an den Themen der Branche angestoßen. Geplant ist nun, den Aufruf in den nächsten Wochen weiteren Experten und Entscheidern aus der Politik zu überreichen für einen konstruktiveren Umgang mit der E-Zigarette und den Chancen, die sie bietet.