BfTG kritisiert Werbekampagne für „Ainoha Stik“ als irreführend

  • E-Zigaretten sind Konsumartikel für Erwachsene, keine angeblich gesundheitsfördernden Lifestyle-Produkte für Jugendliche
  • BfTG-Vorsitzender Dustin Dahlmann: „Es verstößt gegen ungeschriebene Werberegeln, wenn sich aggressives Produkt-Marketing gezielt an junge Leute wendet und dabei irreführende Behauptungen aufgestellt werden.“

Das Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG e.V.) kritisiert die aggressiven Werbung der Firma Vapomins für die nikotinfreie E-Zigarette „Ainoha Stik“. In einem Interview mit dem App-Magazin „DampferApp“, das Dampfer und E-Zigaretten-Konsumenten mit Informationen versorgt, sagt Dustin Dahlmann: „Eine E-Zigarette hat weder eine therapeutische Wirkung noch ist sie in irgendeiner Art und Weise gesund.“ Aussagen wie “schadstoffreier Genuss” oder “Extrakte der rubinroten Herzkirsche” haben aus Sicht des BfTG in der Werbung für E-Zigaretten und Dampferprodukte nichts verloren. Die Verwendung von fetten Ölen in Verdampfern sieht Dustin Dahlmann ebenfalls äußerst kritisch: Nur weil dem Produkt kein Nikotin beigesetzt ist, sei es noch lange nicht gesundheitlich unbedenklich oder gar gesundheitsfördernd.

Besonders kritikwürdig ist aus Sicht des BfTG die Marketingstrategie für die sogenannten „Ainoha Stiks“. Die im BfTG zusammengeschlossenen E-Zigarettenhändler betrachten es mit großer Sorge, dass gezielt Jugendliche angesprochen werden und als sogenannte Markenbotschafter Gutscheine erhalten können, wenn sie Freunde zum Konsum animieren. Auch die Presse ist bereits auf die bedenkliche Werbestrategie der Firma Vapomins aufmerksam geworden. In einem kritischen Beitrag berichtet stern.de über die irreführende Kampagne für die sogenannten „Ainoha Stiks“ (Link).

Das BfTG sieht die aggressive Werbekampagne für nikotinfreie E-Zigaretten vor allem deshalb mit Sorge, weil es die gesamte, noch junge Branche des tabakfreien Dampfens in Verruf bringen könnte. Dustin Dahlmann: „Eine solche Kampagne ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker, die am liebsten die E-Zigarette ganz verbieten würden. Dabei macht sich momentan gerade in der Wissenschaft weltweit die Erkenntnis breit, dass der Konsum von E-Zigaretten nicht nur wesentlich geringere Gesundheitsrisiken beinhaltet als Tabakzigaretten, sondern dass der Umstieg auf E-Zigaretten für starke Tabakraucher oft auch der einzige Weg ist, von der stark gesundheitsgefährdenden Tabaksucht wegzukommen.“

Für Dahlmann und seine Mitstreiter im BfTG ist die Sache klar: „E-Zigaretten, egal, ob mit oder ohne zugesetztem Nikotin, sind nichts für Kinder und Jugendliche. E-Zigaretten sind ein typisches Genussmittel für Erwachsene, die sich über die Risiken eines übermäßigen Konsums im Klaren sind.“