Uni Bern startet umfangreiche E-Zigarettenstudie 

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An der Universität von Bern wurde eine der weltweit größten E-Zigarettenstudien gestartet. Über sechs Monate werden rund 1.200 Raucherinnen und Raucher wissenschaftlich begleitet, die ihren Tabakkonsum deutlich reduzieren oder komplett beenden wollen.

“Die Studie soll zeigen, ob sich Verdampfer zur Rauchentwöhnung eignen und damit Raucher-assoziierte Erkrankungen und Folgekosten für das Gesundheitswesen reduziert und langfristig etliche Leben gerettet werden könnten“ sagt der Studienleiter Prof. Dr. med. Reto Auer vom Berner Institut für Hausarztmedizin (BIHAM) in einem Interview mit dem Online-Magazin der Universität Bern.

Ablauf

Die Gesamtgruppe wird nach Zufallsprinzip in zwei Hälften geteilt. Während 50 Prozent der Probanden über den gesamten Zeitraum eine Raucherentwöhnungs-Beratung erhalten und zusätzlich E-Zigaretten mit nikotinhaltigen Liquids nutzen, wird die zweite Hälfte ausschließlich per Raucherentwöhnungs-Beratung unterstützt.

Ziele

Die Studie analysiert, ob mit Hilfe von E-Zigaretten ein totaler Rauchstopp oder zumindest eine deutliche Reduktion des Tabakkonsums erreicht werden kann. Außerdem vergleichen die Wissenschaftler mögliche Schadstoff-Emissionen im E-Zigarettendampf mit denen im Tabakrauch und untersuchen, ob sich gesundheitliche Aspekte wie Atemwegsbeschwerden sowie Blut- und Urinwerte bei den ehemaligen Rauchern verbessern.

An der Studie beteiligt sind das Berner Institut für Hausarztmedizin (BIHAM), das Inselspital, Universitätsspital Bern, die Universitäten Lausanne und Genf sowie weitere Partner. Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.