Neue Studien und Richtlinien bestätigen Potenzial der E-Zigarette

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In Großbritannien wird das Prinzip Schadensminimierung mit der E-Zigarette sehr positiv bewertet. Zwei weitere große Veröffentlichungen präsentieren neue Ergebnisse, die das Potenzial der E-Zigarette für den Tabakstopp unterstreichen.

  1. E-Zigaretten deutlich erfolgreicher beim Tabakstopp als NRT

Eine Studie der Queen Mary University of London hat untersucht, wie wirksam E-Zigaretten beim Tabakstopp sind. Im direkten Vergleich zur üblichen Nikotinersatz-Therapie (NRT) mit Produkten aus der Apotheke. Finanziert wurde die Studie von Cancer Research UK, einer der weltweit größten Krebsforschungs-Organisationen.

Ergebnis: Nach sechs Monaten waren 19,1 Prozent der Dampfer immer noch tabakfrei. Bei der NRT-Gruppe waren es nur 3,0 Prozent der Teilnehmer.

Dies bedeutet, dass mehr als sechsmal so vielen Teilnehmer der Tabakstopp mit der E-Zigarette gelang wie mit Nikotin-Pflaster, Spray oder Kaugummi.

Zitate aus der Pressemeldung:

Dr. Katie Myers Smith, Gesundheitspsychologin und Leiterin der Studie (Queen Mary University of London):

Diese Ergebnisse haben wichtige klinische Auswirkungen für Raucher, die zuvor mit herkömmlichen Behandlungen nicht mit dem Rauchen aufhören konnten. E-Zigaretten sollten Rauchern empfohlen werden, die zuvor Schwierigkeiten hatten, mit anderen Methoden aufzuhören, insbesondere wenn nur begrenzte Verhaltensunterstützung verfügbar ist.“

Michelle Mitchell, Chief Executive von Cancer Research UK, das die Studie finanziert hat:

Diese Studie zeigt, dass E-Zigaretten ein sehr wirksames Instrument für Menschen sein können, die mit dem Rauchen aufhören möchten, einschließlich derer, die bereits einmal einen Tabakstopp-Versuch unternommen haben. Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass Dampfen weitaus weniger schädlich ist als Rauchen.“

Weitere Experten-Einschätzungen zur Studie im Science Media Centre UK:

Dr. Jamie Hartmann-Boyce, University of Oxford und leitende Autorin der Cochrane Reviews:

Diese Studie trägt zu einer wachsenden Zahl von Beweisen bei, die zeigen, dass E-Zigaretten mit Nikotin Menschen helfen, mit dem Rauchen aufzuhören und wahrscheinlich besser wirken als eine Nikotinersatztherapie. In dieser Studie wurde festgestellt, dass dies sogar bei Personen der Fall war, die zuvor versucht hatten aufzuhören, aber nicht erfolgreich waren. Dies sollte Menschen, die rauchen, dazu ermutigen, E-Zigaretten mit Nikotin zu verwenden, um ihnen beim Aufhören zu helfen, auch wenn sie schon einmal versucht haben aufzuhören.“

Prof. Jacob George, Professor für kardiovaskuläre Medizin und Therapie, University of Dundee:

Die Ergebnisse dieser Studie stimmen mit anderen veröffentlichten klinischen Studien überein. Eine Tabakzigarette enthält über 7000 Giftstoffe, daher wissen wir auch aus kardiovaskulärer Sicht, dass E-Zigaretten vergleichsweise weniger schädlich sind als Rauchen.“

 

  1. NICE und PHE bringen Richtlinien zu E-Zigaretten auf den Weg

Das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) hat gemeinsam mit Public Health England neue Richtlinien zu E-Zigaretten für Angestellte in Gesundheitsberufen entwickelt. Die Konsultation zu dem Entwurf wurde am 25. Juni 2021 gestartet und geht bis zum 6. August 2021. Das voraussichtliche Datum der Veröffentlichung ist der 30.11.2021.

Zitate:

„Die Evidenz zeigt, dass nikotinhaltige E-Zigaretten Menschen dabei helfen können, mit dem Rauchen aufzuhören und ähnlich wirksam sind wie andere Optionen zur Raucherentwöhnung.“

„Der Empfehlungsentwurf besagt, dass die Menschen darauf hingewiesen werden sollten, wo Informationen zu nikotinhaltigen E-Zigaretten zu finden sind und dass E-Zigaretten wesentlich weniger schädlich sind als Rauchen…“

„Menschen sollten auch über den richtigen Umgang mit E-Zigaretten informiert und darüber aufgeklärt werden, dass sie das Rauchen vollständig aufgeben sollten, wenn sie sich entschließen, nikotinhaltige E-Zigaretten zu konsumieren.“

2021-07-01T15:29:51+01:0030.06.2021|