Pressemeldung: Höhere Steuern und weitere Produktverbote könnten illegalen Handel weiter stärken

Mit dem Start der InterTabac in Dortmund trifft sich die E-Zigarettenbranche in einer entscheidenden Phase. Steigende Steuerbelastungen, geplante Einschränkungen bei Inhaltsstoffen und ein stark gewachsener illegaler Handel setzen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen unter Druck. Das Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) warnt davor, den legalen Markt durch immer höhere Belastungen weiter zu schwächen.
„Wir brauchen klare Regeln und eine konsequente Durchsetzung – aber Regulierung muss verhältnismäßig bleiben. Wenn legale Produkte immer teurer und das Angebot immer stärker eingeschränkt werden, während illegale Produkte leicht verfügbar sind, verschiebt sich der Markt in die falsche Richtung“, sagt BfTG-Geschäftsführer Philip Drögemüller.
Wie groß die Sorgen sind, zeigt eine aktuelle BfTG-Umfrage unter 206 Händlern und Herstellern. Die Mehrheit erwartet bei einer weiteren deutlichen Erhöhung der Liquidsteuer eine sinkende legale Nachfrage und eine starke oder sehr starke Zunahme des illegalen Handels. Bereits heute schätzt das BfTG den Anteil illegal verkaufter E-Zigaretten in Deutschland auf rund 50 Prozent. Zudem rechnen 42,4 Prozent der befragten Unternehmen bei einem Steuersatz von 0,36 Euro je Milliliter mit Personalabbau. Das BfTG stellt die Besteuerung von E-Zigaretten nicht grundsätzlich infrage, fordert aber Verhältnismäßigkeit und Planungssicherheit. [*]
Gleichzeitig warnt der Verband vor pauschalen Verboten von Menthol und weiteren Inhaltsstoffen. Stattdessen setzt sich das BfTG für wissenschaftlich begründete Höchstmengen ein. Steuer- und Produktpolitik müssten dabei immer auch die Folgen für den illegalen Markt berücksichtigen. Denn dieser gefährde nicht nur Steuereinnahmen und den legalen Mittelstand, sondern auch den Verbraucher- und Jugendschutz.
„Dem illegalen Händler ist egal, was er verkauft und an wen er verkauft. Unser Appell an die Politik ist deshalb klar: Regulieren ja – aber mit Augenmaß. Wer den legalen Markt überfordert, stärkt am Ende diejenigen, die sich an überhaupt keine Regeln halten“, so Drögemüller.
Das BfTG ist während der InterTabac in Dortmund in Halle 1, Stand C.02 vertreten.
Quelle:
[*] Branchenumfrage des BfTG unter 206 kleinen und mittelständischen E-Zigaretten-Händlern und -Herstellern in Deutschland im August 2026. Link